Über mich
Wenn wieder jemand in der Straßenbahn eine Person rassistisch anpöbelt. Wenn jemand im Büro eine sexistische Bemerkung macht. Wenn Menschen glauben, aufgrund der Herkunft oder des Aussehens über andere Menschen urteilen zu können. Wenn die vielfältigen Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen nicht mehr als isolierte Einzelfälle betrachtet werden können, sondern vielmehr die historische Verankerung von Rassismus in gesellschaftlichen Strukturen, die Ungleichheiten legitimieren und reproduzieren, aufzeigen.
„Deshalb habe ich meine Arbeit darauf ausgerichtet, wie man mit solchen Situationen umgehen kann — und wie es erst gar nicht zu ihnen kommt“
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25 Jahre Erfahrung -
1200+ Projekte & Kooperationen -
8 Sprachen
Mich interessiert eine Gesellschaft, die Inklusion und gegenseitigen Respekt nicht behauptet, sondern praktiziert.
Dafür braucht es Auseinandersetzungen, die Widersprüche benennen und Konflikte nicht scheuen – und die sich nicht reflexhaft vor dem Schlachtruf „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ zurückziehen.
Ich arbeite gemeinsam mit anderen daran, solche Auseinandersetzungen einzuordnen: dort, wo Dialog sinnvoll ist, und dort, wo klare Positionierung notwendig wird. Nicht jede Debatte ist eine auf Augenhöhe – aber jede verlangt Verantwortung, analytische Genauigkeit und die Bereitschaft, Machtverhältnisse mitzudenken.
Forschung
Meine Forschung ist geprägt von langjähriger Arbeit in Westafrika und Südosteuropa. Heute arbeite ich als Bildungswissenschafterin und Menschenrechtskonsulentin an der Schnittstelle von empirischer Forschung, angewandten Menschenrechten und Präventionsarbeit.
Inhaltlich konzentriert sich meine Arbeit auf Extremismusprävention, Antidiskriminierung, Rassismuskritik und Antisemitismus, auf Fragen sozialer Inklusion und Exklusion sowie auf Friedensbildung und Gewalt- und Extremismusprävention. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Erinnerungskultur und Gedenkarbeit sowie auf der Analyse, wie historische Gewalt- und Ausgrenzungserfahrungen gesellschaftlich aufgearbeitet, vermittelt und in ihrer Wiederholung verhindert werden können.
Zentral ist für mich die Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Bildungs-, Praxis- und Präventionskontexte. Meine Forschung setzt sich kritisch mit Konstruktionen von „Fremdheit“, Machtverhältnissen, Radikalisierungsdynamiken und demokratischer Verantwortung auseinander.
Ich arbeite mehrsprachig und nutze neben wissenschaftlichen Formaten auch künstlerische und performative Zugänge, um die Wirkungen von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung sowie deren gesellschaftliche Persistenz erfahrbar zu machen.
Lehre und Training
Auf Grundlage meiner Forschungstätigkeit bin ich seit 2005 in der universitären Lehre sowie in der außerschulischen Bildungsarbeit tätig. Als Universitätslektorin lehre ich zu Themen der politischen Bildung, Extremismusprävention, Antidiskriminierung und angewandten Menschenrechte.
Darüber hinaus konzipiere, gestalte und leite ich nationale und internationale Workshops, Trainings und Bildungsprojekte für Jugendliche und Erwachsene, für Schulen, Universitäten, Organisationen, Unternehmen sowie Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung sowie Kunst- und Kulturbereich.
In diesem Rahmen habe ich zahlreiche Partizipations- und Integrationsprozesse sowie Bildungs- und Trainingsformate zu Antidiskriminierung und Rassismuskritik, Gewalt- und Extremismusprävention, interkultureller Kommunikation, Menschenrechten und Völkerrecht sowie kunst- und kulturbezogene Projekte entwickelt und verantwortet. Meine Lehr- und Trainingsarbeit versteht sich dabei als forschungsbasiert, praxisnah und dialogisch.